Im Wochenkurier vom 14.11.2007 ist unter der Überschrift "Skatermutter fragt: Kein Herz für uns?" ein Artikel von Claudia Dahlke zu lesen. In diesem wird die Stadt angemeckert, dass die "städtische Konzeption für die Förderung und Weiterentwicklung von Inliner-Flächen und -arealen" statt 2004 erst im Juli 2007 fertig wurde. Weiterhin wird bemängelt, dass die Stadt nicht weiß, dass sie nicht 16 sondern nur 10 Skateranlagen hat. Ich wäre mit 10 durchaus zu Frieden. Nämlich mit 10 Schwimmhallen in Dresden.
Ich habe einen Traum. Eine Schwimmhalle in der man einfach nur so etwas für seine Gesundheit tun kann, völlig ohne Knie- und Ellenbogenschützern sowie ohne Sturzhelm. Eine Schwimmhalle, in der ich nicht voller Spaß die Rutsche runter, auf pluppernden Whirlpools rum sitzen oder mich vom Springbrunnen berieseln lassen muss. Eine Schwimmhalle, in der nicht gefühlte 150 Leute gleichzeitig mit mir im Wasser sind, weil es in Dresden nur zwei "einfache" Hallen gibt. Eine Schwimmhalle, in der man ohne notwendigen Polizeischutz, ohne Ordner und ohne Krankenwagen, der vorsorglich mit fährt (oder mit schwimmt). schwimmen kann. Ich würde in dieser Schwimmhalle auch ganz bestimmt nicht den Autoverkehr lahm legen und Hunderten anderen Leuten mein Hobby aufzwingen, in dem diese wegen meines Spaßes Einschränkungen im öffentlichen Verkehrsraum hin nehmen müssen.
Es wird ein Traum bleiben.
Frau Stadträtin Lässig ist die zitierte Skatermutter. Sie will nun "das Problem der mangelnden Liebe zu den Skatern noch einmal aufrollen."
Vielleicht findet sich im Stadtrat ja mal ein Schwimmvater, der das Problem der mangelnden Liebe zu Schwimmern aufrollt.
Wir sind Papst, wir sind Bundeskanzlerin, wir sind Fußball-, Handballweltmeister und –Innen, und wir sind Hooligans. HALT. Spätestens jetzt jaulen viele Leute auf „ICH NICHT“.
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