Der Herbstwind bläst sich durch die Bäume.
Und ihm ist, als ob er träume.
Die Blätter, die einst grün und zart,
die sind jetzt bunt und wirken hart.
Die grünen Blätter rauschten leise,
bei seiner sachten Sommerreise.
Doch jetzt hört er sie rascheln laut,
und ist darüber nicht erbaut.
Er bläht sich auf bis zum Orkan,
und stürmt so gegen alles an.
Die Bäume stemmen ihm entgegen,
doch bringt er einige zum legen.
Die Blätter mit der Farbenpracht,
die weht er fort, so über Nacht.
Bald stehen alle Bäume kahl.
Das ist dem Herbstwind ganz egal.
Er hat Erfolg mit seinem Mühn,
und freut sich auf des Frühjahrs Grün.
Wenn Mann im Wind spazieren geht,
und der so durch die Haare weht,
durch die, die da noch nicht verschwanden,
und statt schwarz jetzt grau vorhanden,
dann blickt er neidisch hin zum Baum,
und er denkt sich einen Traum.
Ach könnten doch, wie an den Zweigen
sich im Frühjahr Blätter zeigen,
auch beim Menschen alle Jahre,
wachsen neue Kopfeshaare.
Doch da fällt ihm grad noch ein,
der Zeitraum müßte anders sein.
Und weiter träumt´s im lichten Kopf,
von Sommerglatz und Winterschopf.
Der Herbstwind streift sacht zwischen Bäumen,
und glaubt,er sei total am Träumen.
Die Blätter, die einst grün und zart,
die sind jetzt bunt und werden hart.
Und erst das Rascheln dieser Blätter.
Er fand die grünen wirklich netter.
So bläht er auf sich, immer mehr,
und stürmt. Die Bäume wackeln sehr.
Damit sie sich nicht zu sehr biegen,
lassen sie die Blätter fliegen.
Nun steh`n sie da, sind ratzekahl.
Dem Sturm ist dieses ganz egal.
Er hat Erfolg mit seinem Mühn,
und hofft auf neues Blättergrün.