Montag, 17. August 2009
Mist, wir haben gewonnen Geschrieben von Birgit Döring
in Absurdes um
21:57
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Meine Freundin hatte eine Einladung von ihrer Tageszeitung zum Abendessen in ein gutes Hotel erhalten. Sie ist langjährige Abonentin und sollte einmal belohnt werden. Und weil die Zeitung nicht wollte, dass sie allein am Tisch sitzt oder mit wildfremden Leuten, erlaubte man ihr, drei Personen ihrer Wahl auf Kosten der Zeitung, also aller Abonenten, einzuladen. Dann hatte sie noch einen Gutschein über 150,00 € bekommen.
Spätestens jetzt weiß der geneigte Leser, dass es sich nicht um eine reine Wohltat handeln kann, sondern irgendeine Werbeveranstaltung hinten dran hängt. Es ging um "Mist, wir haben gewonnen" vollständig lesen Dienstag, 11. August 2009
Nett, aber nicht höflich Geschrieben von Birgit Döring
in Frühgeschichten um
17:39
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Heute früh hatte sich das Wetter überlegt, dass es besonders lustig sein muss, im Berufsverkehr mal wieder einen Regenguss, analog zur Flut 2002, gekrönt mit einem Gewitter, los zu schicken. Bei gemäßigtem Nieselregen stieg ich in die Bahn ein und 5 Minuten später
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Montag, 10. August 2009(Geistes)Blitz?
„Mutti, was sind denn das für Stangen am Haus da?“ „Das ist der Blitzableiter, der verhindern soll, dass bei Gewitter ein Blitz einschlägt und unser Haus abbrennt.“ So oder ähnliche „Lehrgespräche“ dürfte jedes (DDR-) Kind mit seinen Eltern geführt haben. 10 Jahre nach der Wende
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Donnerstag, 16. April 2009
Mit leerem Magen denkt sich's schlecht Geschrieben von Birgit Döring
in Garten um
17:35
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Die könnte die Fortsetzung der Geschichte "Spuren des Winters" sein.
Man wundert sich! Meine Eltern und mein Mann trafen sich im Garten. Wir haben die Gärten nebeneinander, so dass man gemeinschaftlich in der Erde buddeln kann. Zur Mittagszeit kam meine Mutter, die stets um das Wohl der gesamten Familie bemüht ist, auf die Idee für alle zu kochen. Aber - oh Schreck. Die Geräteschnur von der Herdplatte war im Herbst mit nach Hause genommen worden um sie vor kleinen spitzen Mäusezähnen zu schützen, die sich im Winter in die Laube knabbern könnten, und vor den Spitzbuben, die sich weniger „einknabbern“ sondern eher brutal eintreten, und dann mit elektrischen Geräten einen Laubenbrand verursachen könnten. Kein Problem, dachte mein Vater, sehe ich mal bei „Nachbars“ nach, also bei uns, ob die eine haben. Wir haben, aber nur ich weiß wo die ist und ich war nicht da. Die Schnur an unserer Herdplatte (2 Platten!) ist fest installiert, kann also nicht mitgenommen werden. Familienrat. „Dann koch doch das Essen in unserer Laube“, meinte mein Mann, um die Idee dann sofort zurück zu nehmen. „Ach nein, da ist noch nicht aufgeräumt, da kann man noch gar nicht richtig treten.“ Es wurden weitere Überlegungen angestellt, bis mein Vater auf die Idee kam: „Fahre ich halt Fischsemmeln holen. Das ist auch ein schönes Mittag.“ Fischsemmeln gab es keine, so holte er Wurstsemmeln. Ich hörte mir die Geschichte von meiner Mutter an und verstand die Welt nicht mehr. „Warum habt Ihr Euch denn nicht unsere Herdplatte zum Kochen in Eure Laube geholt?“ fragte ich, leicht irritiert über den Ausgang der Geschichte. „Ja“, sagte sie, „als wir beim Essen waren, fiel uns diese Lösung auch ein.“ Da kann man doch auf die Idee kommen, dass ein leerer Magen Defizite im Hirn verursacht. Für Sauerstoff im Blut hat er auf jeden Fall gesorgt, denn wir haben im Nachhinein herzlich darüber gelacht. Donnerstag, 16. April 2009Gedenktag
Seit 37 Jahren gehöre ich dazu, zu den Erwachsenen. Am 16.04.1972 hatte ich Jugendweihe. Das Ernüchternde an diesem Tag war, dass sich nichts änderte. Die Lehrer sagten weiter "Du" zu uns und wir wussten immer noch nicht, ob wir Fisch oder Fleisch sind. Das nennt man Pupertät.
Dann ist viel passiert, familär und beruflich. Plötzlich wurde ich 50 und was war? Meine ganze Verwandschaft redete mir ein, dass ich nun in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen würde. ??? Aber auch diesmal gab es keinen großen Plautz, die Welt dreht sich immer noch rechts herum und die große Klimakatastrophe werde ich nicht mehr erleben. Einen schönen Tag an alle, die dies lesen. Samstag, 4. April 2009
Lustiger Einkauf Geschrieben von Birgit Döring
in Feierabendgeschichten um
10:54
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Wieder mal bin ich beim Wochenend-Einkauf. Ich stehe an der Käsetheke und verlange meine Käsesorten. Abschließend sage ich: "und 150 g Ziegenkäse, von den Scheiben". Dieser Käse sieht, im Gegensatz zu den Kuhkäsesorten weiß aus. Die Verkäuferin sieht mich etwas komisch an, sagt aber nichts, sondern bedient mich. Kurz denke ich: 'was isn jetzt? Habe ich was Falsches gesagt?' Dann habe ich das Thema auch schon wieder vergessen, nehme meinen Käse und gehe an den Fischstand. Die Verkäuferin läuft auf der anderen Seite der Ladentafel mit mir mit. Aus hygienischen Gründen ist zwischen Wurst/Käsetheke und der Fischtheke eine Glastür. Für Verkäuferinnen trifft die Trennung nicht zu. Die verkaufen alles. Ich verlange zwei Scheiben Pangasiusfilet in Mais/Tandori eingelegt. Da platzt es aus der Verkäuferin raus: "Wollen Sie das Zeug wirklich essen? Gucken Sie sich das doch mal an, wie das schon aussieht! Das kann man doch nicht im Ernst essen wollen!" Ich bin verwirrt. "Tandori kenne ich und Mais auch", stammle ich vor mich hin. "Also nee, das sieht schon die ganze Woche so eklich aus". Ich überlege kurz und disponiere um. "Na gut, da nehme ich eben Pangasius Madagaskar." Das rückt sie bereitwillig raus.
Draußen, beim Einpacken geht mir alles noch mal durch den Kopf. Plötzlich muss ich laut los lachen. Mein Mann sieht mich verwundert und fragend an. Ich erzähle ihm alles und weiß nun auch warum sie mich beim Ziegenkäsekauf schon so komisch angesehen hat. Den isst sie also auch nicht und wollte mich beim Fisch von weiteren Geschmacksverirrungen fern halten. In Zukunft werde ich wohl erst fragen, was der Verkäuferin so schmeckt. Sonst frage ich immer meinen Mann, was er am Wochenende essen will. Ja, mein Lieber, die Zeiten sind vorbei, jetzt entscheidet das Verkaufspersonal was uns schmeckt Mittwoch, 1. April 2009
Die Spuren des Winters Geschrieben von Birgit Döring
in Absurdes um
19:10
Kommentare (0) Trackbacks (0) Die Spuren des Winters
Kaum sind die ersten Sonnenstrahlen, die sich ja bekannterweise dieses Jahr alle Zeit der Welt nahmen um mal wieder hier vorbei zu sehen da, muss man feststellen, dass der sehr strenge und lange Winter 2008/2009 für die Menschheit nicht ohne Folgen geblieben ist. Gestern früh starteten wir bei -0,2 Grad in den frischen Tag. Am Nachmittag hatten wir es immerhin auf 13 Grad gebracht (das heißt, die Sonne hatte es so weit gebracht), da sitzen doch tatsächlich die ersten Leute, meist Jugendliche, in kurzen Hosen und T-Shirt in der Straßenbahn. Das wäre doch mal ein neues Forschungsthema: „Die Auswirkung von winterlichen Temperaturen in der Spannbreite von -20 Grad (kältester Tag des Winters) bis + 8,0 Grad (zum Frühlingsbeginn) auf das Kältegefühl des Homo Sapiens (Mensch).insbesondere die Veränderungen im menschlichen Hirn.“
Auf geht’s, liebe Wissenschaftler. Montag, 30. März 2009
Be cool, speak deutsch mit mir Geschrieben von Birgit Döring
in Kultur um
19:34
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ist ein Titel von den Prinzen, dem ich voll zustimmen kann. Deutsch ist eine wunderbare Sprache, die uns irgendwann mal den Titel „Volk der Dichter und Denker“ beschert hat. Zugegeben. Wenn man die „deutschen“ Wörter analysiert, ist man erstaunt wie viel Wörter im Laufe der Zeit aus anderen Sprachen übernommen wurden. Der Einfluss anderer Nationen war schon immer da. Aber ich glaube nicht, dass zu Augusts Zeiten sich die Sachsen plötzlich polnisch unterhalten haben, nur weil der Anteil von Polen zu der Zeit in Dresden logischerweise überdurchschnittlich hoch war. (Für Nichtsachsen: August war König von Polen, neben seiner Aufgabe als Kurfürst von Sachsen).
Umso trauriger finde ich die Tatsache, wenn eine deutsche Firma einer anderen deutschen Firma Rechnungen in Englisch schreibt, was leider immer öfter vorkommt, obwohl die Amtssprache noch immer „Deutsch“ ist. Oder habe ich was verpasst? Komisch wird die Sache dann wieder, wenn der Geschäftsführer „Deutsch“ heißt. Aber ich merke schon, ich bin wieder über mein Lieblingsthema gestolpert. Und ich möchte klar stellen, dass ich in der Schule gern Russisch und Französisch gelernt habe. Aber da dachte ich noch, dass man Sprachen lernt um sich mit Fremden zu verständigen und nicht mit den eigenen Landsleuten. Ich muss mir mal ein anderes Thema suchen. Also, bis demnächst. Montag, 23. Februar 2009
Was würde wohl (Ur)Oma sagen Geschrieben von Birgit Döring
in Absurdes um
19:18
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"Am Wochenende saß ich mit meinem Sohn vor dem Computer um nach einem mp3-Player im Internet Ausschau zu halten." Obwohl dieser Satz deutsch erscheint, wäre er für meine Uroma ein Satz mit drei Unbekannten. "Computer", "mp3-Player", "Internet". An diese Worte war 1969,
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Sonntag, 25. Januar 2009Dschungel-Rummel
Nun ist er mal wieder vorbei, der Dschungel-Rummel. Und da Deutschlands Bevölkerung immer älter wird, wurde eine 77-jährige Oma zur Dschungelkönigin gekrönt. Soll noch mal einer sagen, ab 50 kann man hier nichts mehr werden. Ich gebe zu, irgenwie hat mich Ingrid van Bergen auch beeindruckt, obwohl ich vor lauter Geiz nie da anrufen würde, um jemand zu wählen. Und man hat mal wieder gespürt, dass auch fast 20 Jahre deutsche Einheit weit von der Einheit weg sind. Da gibt es zwei (aber)witzige Moderatoren, die immer wieder betonen müssen, dass ein "Ossi" im Camp sei. Dann wird noch versucht sächsisch zu reden, weil Erfurt in Thüringen liegt und dort denzufolge nicht sächsisch gesprochen wird. Und was viele immer noch nicht einsehen wollen: ein Nichtsachse scheitert meist an der Sprache, Sonja Zietlow erst recht. Immer nach dem Motto: Das Niveau schön niedrig halten. Aber geht die Sendung überhaupt mit Niveau? Wahrscheinlich nicht. Ach hätte ich doch die Möglichkeit Wunschkandidaten für das nächste Camp zu benennen. Dafür würde ich sogar mal die Telefongebühren opfern. DIRK und SONJA! Wäre das schön. Da würde ich bestimmt nicht eine Sendung verpassen. Versprochen.
Montag, 5. Januar 2009
WKP (Weises Katastrophenpulver) Geschrieben von Birgit Döring
in Frühgeschichten um
20:39
Kommentare (0) Trackback (1) WKP (Weises Katastrophenpulver)
Ja, es ist wieder da. Das WKP. Wie haben die Medien die letzten zwei Wochen gejammert, dass es keinen Schnee gibt. Nun ist er da und es wird wieder gejammert, auf höherem Niveau. Es ist aber auch zum Verzweifeln, für den Winterdienst, wenn es im Winter schneit. Wer soll da Auto fahren und auch noch mit schwerer Technik? Die muss man erst mal beherrschen, und bei Schnee und Eis sowieso. Da braucht’s Fachkräfte. Den Medien ist das klar. Sie haben Mitleid mit dem Winterdienst und verweisen alle Autofahrer auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Klasse Idee. Wenn man in Dresden nur die Straßenbahn braucht, kann man noch nicht einmal meckern, aber wehe DEM, der auf irgendeinen Bus angewiesen ist. Der Bus ist auf den Winterdienst angewiesen und den sollte man beherrschen, und da braucht’s Fachkräfte …. Also sollten auch die Busse auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen…? Da gibt es tatsächlich einen Zusammenhang. Ich begriff ihn heute früh, als ich eine halbe Stunde auf den Bus wartete. In der Zeit hätte ich auch laufen können und wäre 10 Minuten regulär eher da gewesen, bei meiner Wut eine viertel Stunde. Seit der letzten Preiserhöhung und Fahrplananpassung bin ich sowieso mehr läuferisch unterwegs als mit dem Bus, weil einfach nichts mehr zusammenpasst. Nehmen wir es als kostengünstige Trainingsunterstützung durch die Dresdner Verkehrsbetriebe, statt Fitnessstudio.
Mittwoch, 26. November 2008Jahreskarte
Vor einem Jahr haben wir uns für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine Jahreskarte zugelegt. Erstaunt waren wir schon. Die letzte Jahreskarte, für 2005 erworben, kam 20,00 €, die für 2008 ebenfalls 20,00 €. Irgendetwas stimmte da nicht. Und richtig! Von 12 Museen, die den Staatlichen Kunstsammlungen angehören, ist das Historische Grüne Gewölbe von vornherein ausgeschlossen, das Kupferstichkabinett ist nur für Sonderausstellungen geöffnet, die Neuen Meister sind seit 2006 wegen Renovierung und der Mathematisch-Physikalische Salon ist bis 2010 geschlossen.
Ein interessierter Dresdner kennt natürlich in der Regel die Museen seiner Stadt. Interessant sind daher für uns die Sonderausstellungen. Aber da muss man zuzahlen. Wir mussten dieses Jahr im Schloss Pillnitz und im Museum für Volkskunst jeweils 1,00 € zuzahlen. Eine weitere Sonderausstellung für 2,50 € Zuzahlung interessierte uns nicht. Gut, 1,00 € ist zu verschmerzen, zumal der 1,00 € im „Museum für Volkskunst“ nicht um sonst ausgegeben war, der im Schloss Pillnitz schon. Es sollte eine Ausstellung über Chinesische Gärten zu sehen sein. Also, uns blieb der künstlerische Sinn und Wert verborgen. Am Samstag sind wir mal wieder ins „Neue Grüne Gewölbe“ – auf Jahreskarte. Obwohl man die Exponate schon „kennt“ sind sie immer wieder schön anzusehen. Mehr noch interessieren mich aber die Besucher der Museen. So sagte eine Frau zu ihrem Mann: „Was soll denn das? Man sieht doch in diesem Museum alle Kunstschätze. Ich dachte, die sind alle im Historischen. Was gibt’s denn DA noch zu sehen?“ Recht hat sie. Das "Neue Grüne Gewölbe" ist schlicht in der Ausstattung, dafür wirkt jedes einzelne Stück besonders schön. Das "Historische Grüne Gewölbe" wirkt als Gesamtkunstwerk. Dafür muss ich aber Karten vorbestellen und bezahle 11,50 € pro Person, ab Juni 2009 sind es sogar 12,00 €. Ich gebe zu, dass mich das nur stört, weil ich Dresdner bin. Wäre ich hier als Tourist unterwegs, würde ich das Geld wahrscheinlich ausgeben. Hindern könnte mich nur das Bestellsystem, weil ich ein spontaner Mensch bin. So hatte auch das Schloss Neuschwanstein Pech mit mir und musste auf meinen Besuch verzichten. Wir hatten keine Karten vorbestellt. Lange Geschichte - kurzer Sinn. Der eigentliche Aufreger kam erst nach unserem Museumsrundgang. Wir hatten gesehen, dass es eine Sonderausstellung „Goldener Drache – weißer Adler“ im Schloss gibt. Sonderausstellung, also Zuzahlung. Ich ging an die Information und fragte, wie viel wir denn mit Jahreskarte zuzahlen müssten. „4,50 €“ kam die schnippige Antwort. „Viereurofünfzig!“ wiederholte ich erstaunt. Das gesamte Kombiticket für das "Neue grüne Gewölbe", die Sonderausstellung im Kupferstichkabinett sowie besagte Sonderausstellung kam 8,00 €, das "Neue Grüne Gewölbe" ohne Sonderausstellungen kostet normalerweise 6,00 €. Da darf man schon mal erstaunt sein. Die Dame in der Information erklärte mir dann sehr kompetent und unhöflich, dass die Leute immer alles umsonst haben wollen, wir seien da sehr verwöhnt, die Jahreskarte sei ja nicht für Sonderausstellungen, alle wollen immer nur nichts bezahlen… Mir verschlug es die Sprache. Als ich es meinem Mann erzählte meinte er nur, „wenn diese Ausstellung genauso ein Quark ist wie die Chinesischen Gärten, könn’se mich im Busche suchen“. Wir sind nicht in den Busch, sondern nach Hause gefahren. So werden wir wohl nicht erfahren, ob es sich um „Quark“ oder eine lohnenswerte Ausstellung handelt. Die nächste Jahreskarte kaufen wir für den Zoo. Da gibt es keinen Zusatzeintritt, weil aus dem Winterschlaf erwachte Tiere im Sommerhalbjahr zusätzlich zu sehen sind. Der Zookasper ist kostenlos inbegriffen und immer wieder sehenswert, auch für Erwachsene. Dienstag, 28. Oktober 2008
Irrtum auf der Grundlage eines Zufalls Geschrieben von Birgit Döring
in Feierabendgeschichten um
19:10
Kommentare (0) Trackbacks (0) Irrtum auf der Grundlage eines Zufalls
Die Straßenbahn ist mäßig voll. Es sind viele, aber nicht alle Plätze belegt. Auf den beiden „Behindertenplätzen“ gegenüber der Tür sitzen Oma und Enkelin. Die Oma hat einen Stock und sitzt wohl auf dem richtigen Platz. Bei der Enkelin ist es egal, es sind ja noch genügend Plätze frei. Beide unterhalten sich über die Feriengestaltung und dass sie an der übernächsten Haltestelle aussteigen werden.
An der Haltestelle vorher steigt eine ältere Dame ein, sieht sich um und bleibt neben der Tür stehen. Sie wirkt nicht behindert, eben nur älter. Und wenn sie sich nicht setzt, wird sie wohl gleich wieder aussteigen wollen. Die nächste Haltestelle naht. Das Mädchen steht auf, um an der Tür ihren Haltewunsch zu drücken. Die ältere Dame stürzt sich auf den freigewordenen Platz und fängt einen lauten Lobgesang auf das Mädchen an: „Das ist aber nett, dass Du aufstehst. Das hat man heute ja nur noch ganz selten. Nein so ein gut erzogenes Mädchen! Dass es so etwas noch gibt!“ Oma und Enkelin gucken ganz verdattert. Auch ich bin etwas verdutzt. „Nein wirklich“, fängt die Dame wieder an, „ich finde es ganz toll, dass Du aufgestanden bist. Bleib so, wie Du bist. DU bist eine Ausnahme.“ Die Haltestelle ist da. Das Mädchen murmelt: „bei uns in der Klasses stehen alle auf“ und steigt aus. Die Oma humpelt hinterher. „Ein tolles Mädchen“ strahlt die Dame, die fest davon überzeugt ist, dass das Mädchen wegen ihr aufgestanden sei. So ist wieder mal allen geholfen. Das Mädchen ist überrascht ob des unerwarteten Lobes und reagiert menschlich . Wer auf dieser Welt würde den Irrtum freiwillig aufgeklären? Sie steigt glücklich aus. Die Dame auf dem Sitzplatz bleibt glücklich zurück und ist noch einige Haltestellen lang sichtlich gerührt und voller Glücksgefühle. Dass das Ganz ein blöder Zufall war und somit zum Irrtum wurde, zählt in diesem Moment nicht mehr. So einfach kann Glück sein. Montag, 20. Oktober 2008Klo-Philosophie
Neulich waren wir im Museum. Es gab sehr viel zu sehen, so dass wir mehrere Stunden darin verbrachten. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis man nach der Tür mit dem „D“ Ausschau hält.
Hinter der Tür befanden sich drei Kabinen. Immer wenn ich drei Kabinen nebeneinander sehe muss ich schmunzeln, weil mir ein alter Witz einfällt: "Klo-Philosophie" vollständig lesen Montag, 22. September 2008
Kinder, unsere Zukunft!? Geschrieben von Birgit Döring
in Feierabendgeschichten um
18:08
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Manchmal sitzt man in der Straßenbahn und traut seinen Ohren nicht. Heute hatten sich drei Kinder getroffen, die sich erst einmal darüber austauschten, wer an welchem Gymnasium!!! gelandet ist. Also waren sie in der 5. Klasse. Wie die Alten plauderten sie dann aus dem Nähkästchen, sprich aus dem Schulalltag. Der erste erzählte: „Wir haben eine Lehrerin, bei der 'sackt' alles. Da könnt ich mich ausschütten.“ Der Zweite berichtete von seinem Mathelehrer, der immer sagt: „Wer keine Hausaufgaben macht, wird kastriert.“ Der Dritte staunte. „Was is'n das?“ „Na den Schwanz abschneiden!“, wurde er fachmännisch aufgeklärt. Dann begann der Erste von seinem Deutschlehrer zu erzählen: „Eh der fetzt. Bei dem können wir im Unterricht alles machen. Essen, trinken, Beine auf den Tisch legen – das ist völlig egal. Heute kam er und fragte was wir machen wollen. Dann hat er uns eine Aufgabe aus dem Übungsheft gegeben. Wir durften das Lösungsheft dazu nehmen. Da haben wir alles abgeschrieben. Die ganze Klasse hat 'ne Eens gekrigt.“
Können sich die Kinder so viel ausdenken? Für den Wahrheitsgehalt der Beiträge spricht die eigene Erfahrung. Wir haben an unserem Garten einen Schulsportplatz, auf dem die Kinder auch ihre Pausen verbringen. Es ist regelrecht erschütternd und peinlich, welchen Ton die Lehrer gegenüber den Schülern während des Sportunterrichts und während der Pausen anschlagen. Mir fielen sämtliche Schlagzeilen ein: Pisa-Studie, noch freie Lehrstellen, passende Lehrlinge fehlen, und, und, und. Welches Niveau haben eigentlich die Lehrer? Ist kumpelhaftes Verhalten zwischen Lehrer und Schüler wirklich angebracht? Ist Respekt gegenüber anderen tabu? Bin ich doch schon zu alt für die heutige Zeit? |
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