Dienstag, 28. Oktober 2008
Irrtum auf der Grundlage eines Zufalls Geschrieben von Birgit Döring
in Feierabendgeschichten um
19:10
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Die Straßenbahn ist mäßig voll. Es sind viele, aber nicht alle Plätze belegt. Auf den beiden „Behindertenplätzen“ gegenüber der Tür sitzen Oma und Enkelin. Die Oma hat einen Stock und sitzt wohl auf dem richtigen Platz. Bei der Enkelin ist es egal, es sind ja noch genügend Plätze frei. Beide unterhalten sich über die Feriengestaltung und dass sie an der übernächsten Haltestelle aussteigen werden.
An der Haltestelle vorher steigt eine ältere Dame ein, sieht sich um und bleibt neben der Tür stehen. Sie wirkt nicht behindert, eben nur älter. Und wenn sie sich nicht setzt, wird sie wohl gleich wieder aussteigen wollen. Die nächste Haltestelle naht. Das Mädchen steht auf, um an der Tür ihren Haltewunsch zu drücken. Die ältere Dame stürzt sich auf den freigewordenen Platz und fängt einen lauten Lobgesang auf das Mädchen an: „Das ist aber nett, dass Du aufstehst. Das hat man heute ja nur noch ganz selten. Nein so ein gut erzogenes Mädchen! Dass es so etwas noch gibt!“ Oma und Enkelin gucken ganz verdattert. Auch ich bin etwas verdutzt. „Nein wirklich“, fängt die Dame wieder an, „ich finde es ganz toll, dass Du aufgestanden bist. Bleib so, wie Du bist. DU bist eine Ausnahme.“ Die Haltestelle ist da. Das Mädchen murmelt: „bei uns in der Klasses stehen alle auf“ und steigt aus. Die Oma humpelt hinterher. „Ein tolles Mädchen“ strahlt die Dame, die fest davon überzeugt ist, dass das Mädchen wegen ihr aufgestanden sei. So ist wieder mal allen geholfen. Das Mädchen ist überrascht ob des unerwarteten Lobes und reagiert menschlich . Wer auf dieser Welt würde den Irrtum freiwillig aufgeklären? Sie steigt glücklich aus. Die Dame auf dem Sitzplatz bleibt glücklich zurück und ist noch einige Haltestellen lang sichtlich gerührt und voller Glücksgefühle. Dass das Ganz ein blöder Zufall war und somit zum Irrtum wurde, zählt in diesem Moment nicht mehr. So einfach kann Glück sein. Montag, 27. Oktober 2008Juli 2008 Das Schulsportplatzprojekt 128. Mittelschule, ein Beitrag zum Generationen- und Interessenkonflikt ?
In diesem Jahr wurde der 2007 umgebaute Sportplatz an der 128. Mittelschule in Nutzung genommen. Und wie befürchtet kam es innerhalb kurzer Zeit zu Differenzen mit den anliegenden Pächtern der Gärten, die zur Kleingartenanlage Sommerland gehören. Da die Belästigungen trotz Forderungen seitens der Kleingärtner nicht aufhörten, sich somit die Spannungen zwischen den Kleingärtnern sowie den Schülern und dem Lehrpersonal immer mehr zuspitzten, wandte sich der Vorsitzende des Gartenvereins am 29.05. an den Träger der Schule und bekam am 26.06. vom Schulverwaltungsamt einen Antwortbrief. Wenn ein Schüler in einem Aufsatz (oder allgemein in einer schulischen Aufgabe) einen, sprich diesen Brief des Vorsitzenden, zu beantworten hätte und so, wie im Brief des Schulverwaltungsamtes, geantwortet hätte, dann hätte der Lehrer darunter geschrieben, „Thema verfehlt, Note 6.“. Dabei will ich Formulierungen, die man wahrscheinlich nur nach Absolvieren der Höheren Beamtenschule so herausbekommt, nicht als negativ werten, sondern höchstens als unpassend. (z.B. bauliche Ertüchtigung von Freiflächen).
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Montag, 27. Oktober 2008
Herbstgedicht (Variante 2) Geschrieben von Volker Döring
in Gedichte um
20:50
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Der Herbstwind bläst sich durch die Bäume.
Und ihm ist, als ob er träume. Die Blätter, die einst grün und zart, die sind jetzt bunt und wirken hart. Die grünen Blätter rauschten leise, bei seiner sachten Sommerreise. Doch jetzt hört er sie rascheln laut, und ist darüber nicht erbaut. Er bläht sich auf bis zum Orkan, und stürmt so gegen alles an. Die Bäume stemmen ihm entgegen, doch bringt er einige zum legen. Die Blätter mit der Farbenpracht, die weht er fort, so über Nacht. Bald stehen alle Bäume kahl. Das ist dem Herbstwind ganz egal. Er hat Erfolg mit seinem Mühn, und freut sich auf des Frühjahrs Grün. Wenn Mann im Wind spazieren geht, und der so durch die Haare weht, durch die, die da noch nicht verschwanden, und statt schwarz jetzt grau vorhanden, dann blickt er neidisch hin zum Baum, und er denkt sich einen Traum. Ach könnten doch, wie an den Zweigen sich im Frühjahr Blätter zeigen, auch beim Menschen alle Jahre, wachsen neue Kopfeshaare. Doch da fällt ihm grad noch ein, der Zeitraum müßte anders sein. Und weiter träumt´s im lichten Kopf, von Sommerglatz und Winterschopf. Montag, 20. Oktober 2008Klo-Philosophie
Neulich waren wir im Museum. Es gab sehr viel zu sehen, so dass wir mehrere Stunden darin verbrachten. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis man nach der Tür mit dem „D“ Ausschau hält.
Hinter der Tür befanden sich drei Kabinen. Immer wenn ich drei Kabinen nebeneinander sehe muss ich schmunzeln, weil mir ein alter Witz einfällt: "Klo-Philosophie" vollständig lesen Sonntag, 19. Oktober 2008
Die Schnecke(n) in unserem Garten Geschrieben von Volker Döring
in Garten um
11:58
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Als ich gestern in unseren Kleingarten kam, um einiges für die Winterfestmachung zu tun, lief quer über den Gartenweg eine Schnecke. Es war eine von diesen Nacktschnecken, die irgendwann vor langer Zeit von Spanien nach Deutschland eingewandert sind. Sie hatten wohl von deutschen Urlaubern gehört, das es den Schnecken in Deutschland besser geht und es einige sogar zu einem Haus gebracht haben. Manche davon sogar in einem Weinberg. Und so haben sie sich nach Deutschland aufgemacht, zuerst nach dem westlichen Teil und nach der Grenzöffnung auch in den östlichen. Und es scheint ihnen da auch nicht schlecht zu gehen, obwohl es nach meinen Erkenntnissen noch keine zu einem Haus gebracht hat. Dafür haben sie sich zu Feinschmeckern entwickelt. Sie bevorzugen besonders die jungen Triebe von Blumen und auch von Gemüse, das wir gern selbst essen würden, aber durch die Schnecken über den Anbau nicht hinauskommen. Da diese Schnecken außer den Kleingärtnern keine natürlichen Feinde in Deutschland haben, wahrscheinlich weil sie unangenehm Riechen und nicht schmecken, entwickeln sie sich zahlenmäßig prächtig. Meine Gedanken gingen also sofort in Richtung einer Vernichtungstaktik. Darüber wurde in letzter Zeit einiges veröffentlicht und die Gärtner tauschten untereinander ihre Erfahrungen aus. Am meisten wird wohl mit dem Schneckenkorn gearbeitet, was aber für diesen Fall uneffektiv ist. Dann gibt es Kleingärtner die auf die Vernichtung mittels Alkohol schwören. Sie nutzen dabei den guten Geruchssinn der Schnecken und ihre Bierrsucht und lassen sie im Bier ersaufen. Das trifft dann aber auch die Hausbesitzerschnecken, die zwar weniger gefräßig aber auch versoffen sind. Diese Methode habe ich auch schon versucht, aber sie hilft mir jetzt auch nicht, weil ich kein Bier mehr im Garten habe. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Laufenten. Diese aus England stammenden Tiere sind nicht so plump wie deutsche Entenrassen, haben einen langen aristokratisch wirkenden Hals zum Ausfindigmachen der Schnecken und wie sollte es anders möglich sein, einen schlechten Geschmackssinn, so das sie die Schnecken ohne mit der Wimper zu zucken verspeisen.
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Sonntag, 19. Oktober 2008
Ein Albtraum Geschrieben von Volker Döring
in Volkers Gedanken um
11:53
Kommentare (0) Trackbacks (0) Ein Albtraum
Heute Früh bin ich klatschnaß, vom Schweiß gebadet, aufgewacht. Ich hatte einen Albtraum, der mich nun bis in den Tag hinein verfolgt. Eigentlich träume ich selten und an die meisten Träume kann ich mich nur noch soweit erinnern, das es nette Erlebnisse waren von denen ich meiner Frau beim Frühstück erzählen wollte. Aber nach dem Aufwachen war der Inhalt des Traumes weg. Das Frühstück geht ruhig vonstatten, weil - nachts ist nichts geschehen und der Traum ist vergessen. Erst wenn dann die Nachrichten im Radio kommen, gibt es immer irgendeinen Aufreger und damit Gesprächsstoff. Aber da müssen wir auch schon zur Arbeit aufbrechen. Ich glaube es gibt so eine Art Traum-Alzheimer. Nur die emotional starken Träume werden gespeichert und dazu zählte mein nächtlicher Traum. Und das Thema war eben diese gerade angesprochene Alzheimerkrankheit. Vor ein paar Tagen kam in den Nachrichten das Wissenschaftler die Ursachen der Krankheit erkannt und bei Versuchen an Ratten ein Mittel wirksam getestet haben. Mit diesem Mittel konnte ein Fortschreiten der Krankheit verhindert werden. Für die Anwendung beim Menschen sind aber noch langjährige Forschungen notwendig. Nun hatte ich vorgestern das Problem eines fehlenden Handys und gestern war mein Schlüsselbund weg. Beides fand sich an nicht erwarteten Stellen wieder. Und nun kreisten meine Gedanken wohl im Schlaf weiter, ob das schon Anfänge dieser bösartigen Krankheit sind. Der Traum begann wiederum mit einer Nachricht im Radio (zumindest soweit ich mich erinnern kann). Der Sprecher teilte mit, das es nun bereits fünf Jahre her sei, als Wissenschaftler ein Mittel gegen Alzheimer erfolgreich an Ratten getestet hatten, aber seitdem nicht weiter gekommen seien, obwohl man in mehreren Forschungsgruppen in verschiedenen Richtungen experimentiert hat. Der Gesundheitsminister ist deshalb an die Regierung mit dem Antrag herangetreten, einen Bürgerentscheid durchzuführen. Hier gab es leider eine Störung im Radio und nähere Informationen bekam ich also nicht. Da fängt der Mensch doch an zu grübeln. Was will man denn da die Bürger befragen?
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Freitag, 17. Oktober 2008Herbstgedicht
Der Herbstwind streift sacht zwischen Bäumen,
und glaubt,er sei total am Träumen. Die Blätter, die einst grün und zart, die sind jetzt bunt und werden hart. Und erst das Rascheln dieser Blätter. Er fand die grünen wirklich netter. So bläht er auf sich, immer mehr, und stürmt. Die Bäume wackeln sehr. Damit sie sich nicht zu sehr biegen, lassen sie die Blätter fliegen. Nun steh`n sie da, sind ratzekahl. Dem Sturm ist dieses ganz egal. Er hat Erfolg mit seinem Mühn, und hofft auf neues Blättergrün. |
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