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Montag, 22. September 2008
Manchmal sitzt man in der Straßenbahn und traut seinen Ohren nicht. Heute hatten sich drei Kinder getroffen, die sich erst einmal darüber austauschten, wer an welchem Gymnasium!!! gelandet ist. Also waren sie in der 5. Klasse. Wie die Alten plauderten sie dann aus dem Nähkästchen, sprich aus dem Schulalltag. Der erste erzählte: „Wir haben eine Lehrerin, bei der 'sackt' alles. Da könnt ich mich ausschütten.“ Der Zweite berichtete von seinem Mathelehrer, der immer sagt: „Wer keine Hausaufgaben macht, wird kastriert.“ Der Dritte staunte. „Was is'n das?“ „Na den Schwanz abschneiden!“, wurde er fachmännisch aufgeklärt. Dann begann der Erste von seinem Deutschlehrer zu erzählen: „Eh der fetzt. Bei dem können wir im Unterricht alles machen. Essen, trinken, Beine auf den Tisch legen – das ist völlig egal. Heute kam er und fragte was wir machen wollen. Dann hat er uns eine Aufgabe aus dem Übungsheft gegeben. Wir durften das Lösungsheft dazu nehmen. Da haben wir alles abgeschrieben. Die ganze Klasse hat 'ne Eens gekrigt.“
Können sich die Kinder so viel ausdenken?
Für den Wahrheitsgehalt der Beiträge spricht die eigene Erfahrung. Wir haben an unserem Garten einen Schulsportplatz, auf dem die Kinder auch ihre Pausen verbringen. Es ist regelrecht erschütternd und peinlich, welchen Ton die Lehrer gegenüber den Schülern während des Sportunterrichts und während der Pausen anschlagen.
Mir fielen sämtliche Schlagzeilen ein: Pisa-Studie, noch freie Lehrstellen, passende Lehrlinge fehlen, und, und, und. Welches Niveau haben eigentlich die Lehrer? Ist kumpelhaftes Verhalten zwischen Lehrer und Schüler wirklich angebracht? Ist Respekt gegenüber anderen tabu? Bin ich doch schon zu alt für die heutige Zeit?
Samstag, 6. September 2008
Links und rechts der Fiedlerstraße wird auf den Parkflächen der Fetscherstraße in Dresden seit 01.09.2008 mal wieder gebuddelt. Was tut man da? Man(n) verlegt Plastikrohre!
Langsam wirds albern. Die letzte Aktion war hier
Freitag, 5. September 2008
Seit unserem, bewegungsmäßig sehr aktivem Urlaub, gehe ich Tag für Tag mit einem schlechten Gewissen auf Arbeit. Die Bewegungs-Aktivität lässt zu Wünschen übrig. Schuld haben die Dresdner Verkehrsbetriebe. Zwei Minuten Fußmarsch bis zu Haltestelle, kurzes Warten auf die Straßenbahn, kurzes Warten auf den Bus und fünf Minuten Fußmarsch bis zur Arbeit. Das ist einfach zu wenig, sagten sich heute früh auch die DVB. Sie schickten eine Bahn der Linie 1. Ich stand vor der Entscheidung: Rennen oder noch zwei Minuten auf die Linie 2 warten. Mein innerer Schweinhund sagte: „was willst Du Dich hier anstrengen, der Fahrplan des Busses ist auf die Linie 2 abgestimmt, musst sowieso an irgendeiner Haltestelle warten, warum dann nicht bequem hier?“ Also spazierte ich der anfahrenden Bahn hinterher. Dann kam, pünktlich, die 2. Und diese Bahn wollte meine aufgekommene Bewegungsfaulheit absolut nicht unterstützen. Sie bewältigte die Strecke bis zur Bushaltestelle derartig langsam, dass der Bus, zu allem Glück auch noch überpünktlich, die Haltestelle bereits verlassen hatte als die Bahn einrollte. So. Nun stand ich da. Entweder 15 Minuten auf den nächsten Bus gewartet und allen, in ihren Autos an mir vorbeifahrenden Bekannten und Verwandten freundlich zu winken, oder los marschiert und in 22 Minuten auf Arbeit sein.
Ich bin gelaufen, und habe es sogar noch vor dem großen Regen geschafft.
Danke liebe Verkehrbetriebe. Ohne Euch wäre ich wieder nur auf 7 Minuten Fußweg gekommen. Und ich durfte heute länger arbeiten, zum Freitag, denn ich war ja später auf Arbeit. Glück auf der ganzen Strecke.
Montag, 1. September 2008
Nach über einem Jahr Meines Reiseberichtes hat sich ein junger Mann im Kommentar dazu geäußert. Ich wollte diesen Beitrag nicht einfach so frei geben. Der Inhalt hat mich betroffen gemacht.
18-jähriger Neuruppiner / am Aug 22 2008, 02:35
Tach,
ich meine es wird immer streitigkeiten zwischen den alten und den jungen geben, aber mal ehrlich, wenn man weiß, dass daneben ein ferienlager ist ....?!?
Egal, allerdings ist alles, was ich langweilig finde (tierpark kunsterspring, boltenmühle, usw.) für alte leute superklasse. und ich sterbe hier vor langeweile!
orte vor denen sich leute, die es ruhig mögen, fernhalten sollten sind:
-schulen (auch nachts)
-discos (neuruppin: JFZ in der fehrbelliner straße)
-große parkplätze (neuruppin: REIZ Einkaufzzentrum im Neubaugebiet [WK1, WK2, WK3] )
-große spielplätze mit vielen bänken
speziell neuruppin:
-schulplatz (mäßig)
-busbahnhof
-bollwerk (nur der teil nähe klosterkirche)
in den dörfern ist man eigtl. sicher vor jugendlichen, solange man sich von bushaltestellen, spielpläzen und marktplätzen fernhält..
es ist vllt. deprimierend, dass man sich danach richten muss, aber anders geht es nicht. fast alle jugendliche sind in dieser sache rücksichtslos und das kann noch nicht einmal die polizei ändern.
ich wünsche einen erholsamen urlaub.
mfg
Mit 18 hatte ich ausgelernt und könnte meinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Am Wochenende gingen wir tanzen, am liebsten auf die Säle, wo das Publikum altersmäßig sehr gemischt war. Da gab es die meiste Stimmung.
Vielleicht fehlten uns einfach die großen Einkaufszentren und Parkplätze.
Vielleicht habe ich aber auch den Beitrag einfach nicht verstanden.
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