„Hier ab Vier“ ist auf Sommertour. Diese Woche in Bautzen. Und der durch die Journalisten herbei gejammerte Sommer ist da. Grund genug für Herrn Imhof in kurzen blauen Jeans und rotem T-Shirt vor der Kamera zu erscheinen. Passend dazu erzählt mir Nandine Meyden in „Vorsicht Fettnäpfchen“, dass eine Frau im Büro ohne Strümpfe, auch bei diesen Temperaturen, unschick ist. Dann kam noch das ausgeleierte Beispiel des Bankangestellten, der nicht einmal in ordentlicher schwarzer Hose und hemdsärmelig vorm Kunden stehen darf. Besser ist im Anzug - und verschwitzt, denn so ein armer Bankangestellter hat in der Regel keine Maskenbildnerin in der Nähe, die ständig an ihm (rumpudert hätte ich jetzt bald geschrieben, aber es gibt Regionen, die das falsch verstehen könnten) die glänzenden Stellen beseitigt. Der Bankangestellte steht meist nur einem Kunden gegenüber – Herr Imhof hofft auf eine tolle Einschaltquote mit Tausenden im TV.
Ich investierte die 0,14 € (Mobil kann abweichen) fürs Telefon und fragte in der Zuschauerredaktion nach, was denn Frau Meyden zur Garderobe von Herrn Imhof sagt. Lachen am anderen Ende und das Versprechen mich rück zu rufen, wenn denn die Sendezeit reichen würde. Sie reichte nicht.
Irgendwann kam von Herrn Imhof selbst die Frage. Die Antwort hat mich fast umgehauen. Es begann ein „rum geeire“ – na, jaaa, es wäre ja ganz schön warm und ... na jaaa, wenn das Publikum das tolerieren würde….. Applaus vom halbnackten männlichen und auch weiblichen Publikum. Für Herrn Imhof schien die Welt in Ordnung. Für mich nicht. Aber es wird niemanden interessieren. Ob ich einschalte und den MDR ansehe, oder die Kiste aus lasse, merkt sowieso niemand.
Wofür war noch mal die GEZ? Für niveauvolle Sendungen in den Öffentlich-Rechtlichen?