Die könnte die Fortsetzung der Geschichte "Spuren des Winters" sein.
Man wundert sich!
Meine Eltern und mein Mann trafen sich im Garten. Wir haben die Gärten nebeneinander, so dass man gemeinschaftlich in der Erde buddeln kann. Zur Mittagszeit kam meine Mutter, die stets um das Wohl der gesamten Familie bemüht ist, auf die Idee für alle zu kochen. Aber - oh Schreck. Die Geräteschnur von der Herdplatte war im Herbst mit nach Hause genommen worden um sie vor kleinen spitzen Mäusezähnen zu schützen, die sich im Winter in die Laube knabbern könnten, und vor den Spitzbuben, die sich weniger „einknabbern“ sondern eher brutal eintreten, und dann mit elektrischen Geräten einen Laubenbrand verursachen könnten. Kein Problem, dachte mein Vater, sehe ich mal bei „Nachbars“ nach, also bei uns, ob die eine haben. Wir haben, aber nur ich weiß wo die ist und ich war nicht da. Die Schnur an unserer Herdplatte (2 Platten!) ist fest installiert, kann also nicht mitgenommen werden. Familienrat. „Dann koch doch das Essen in unserer Laube“, meinte mein Mann, um die Idee dann sofort zurück zu nehmen. „Ach nein, da ist noch nicht aufgeräumt, da kann man noch gar nicht richtig treten.“ Es wurden weitere Überlegungen angestellt, bis mein Vater auf die Idee kam: „Fahre ich halt Fischsemmeln holen. Das ist auch ein schönes Mittag.“ Fischsemmeln gab es keine, so holte er Wurstsemmeln.
Ich hörte mir die Geschichte von meiner Mutter an und verstand die Welt nicht mehr. „Warum habt Ihr Euch denn nicht unsere Herdplatte zum Kochen in Eure Laube geholt?“ fragte ich, leicht irritiert über den Ausgang der Geschichte. „Ja“, sagte sie, „als wir beim Essen waren, fiel uns diese Lösung auch ein.“
Da kann man doch auf die Idee kommen, dass ein leerer Magen Defizite im Hirn verursacht. Für Sauerstoff im Blut hat er auf jeden Fall gesorgt, denn wir haben im Nachhinein herzlich darüber gelacht.