In diesem Jahr wurde der 2007 umgebaute Sportplatz an der 128. Mittelschule in Nutzung genommen. Und wie befürchtet kam es innerhalb kurzer Zeit zu Differenzen mit den anliegenden Pächtern der Gärten, die zur Kleingartenanlage Sommerland gehören. Da die Belästigungen trotz Forderungen seitens der Kleingärtner nicht aufhörten, sich somit die Spannungen zwischen den Kleingärtnern sowie den Schülern und dem Lehrpersonal immer mehr zuspitzten, wandte sich der Vorsitzende des Gartenvereins am 29.05. an den Träger der Schule und bekam am 26.06. vom Schulverwaltungsamt einen Antwortbrief. Wenn ein Schüler in einem Aufsatz (oder allgemein in einer schulischen Aufgabe) einen, sprich diesen Brief des Vorsitzenden, zu beantworten hätte und so, wie im Brief des Schulverwaltungsamtes, geantwortet hätte, dann hätte der Lehrer darunter geschrieben, „Thema verfehlt, Note 6.“. Dabei will ich Formulierungen, die man wahrscheinlich nur nach Absolvieren der Höheren Beamtenschule so herausbekommt, nicht als negativ werten, sondern höchstens als unpassend. (z.B. bauliche Ertüchtigung von Freiflächen).
Zu Belästigungen durch die Nutzung des Schulsportplatzes kam es auch schon in den Jahren vor dem Ausbau. Unter Belästigung ist aber unsererseits nicht vordergründig der beim Spiel zwangsläufig entstehende Lärm zu verstehen, der vor allem an Sonnabenden und Sonntagen unangenehm ist, sondern wenn das Spiel in den Gärten fortgesetzt wird. Nun hatten wir als einer der direkt anliegenden Gartennutzer darauf gehofft, das bei dem Projekt eine Abgrenzung zur Gartenanlage erfolgt, die das ausschließen wird. Das ist aber nicht eingetreten. Und dort liegt für mich die Hauptverantwortung für die Spannungen.
Einmal davon abgesehen, das einige der Kinder und Jugendlichen manchmal mit Absicht in die Gärten schießen, weil man da beim Ball holen gleich noch Erdbeeren, Tomaten oder anderes gerade reife Obst mitnehmen kann. Wenn sogar hochbezahlte Profispieler ständig das Tor verfehlen, was soll man da von Freizeitsportlern erwarten? Ich habe selbst mit einigen der Spieler gesprochen, die in meinem Garten waren oder den Ball ganz knapp an meinem Kopf vorbei geschossen hatten und hatte nicht den Eindruck, das es ihnen angenehm war und sie sich darüber freuten. Es gibt durchaus Schüler, die den Platz nur zum Spielen nutzen wollen und nicht auf Streit und Zerstörung aus sind. Denn darauf läuft es zwangsläufig hinaus. Zuerst wird meist etwas in den Gärten durch die aufschlagenden Bälle zerstört. Da wurden in meinem Garten u.a. Tomaten- und Bohnenpflanzen, Gladiolen und Rhododendron getroffen und abgebrochen. Dann geht es zum Ball holen über oder durch den Abgrenzungszaun aus Maschendraht, der da natürlich nachgibt. Weiter muss man nun über die Zäune in die Gärten steigen. Dabei wurden an einigen Zaunlatten die Spitzen abgebrochen. Zu Schlechterletzt geht es nun oft noch gedankenlos über die Beete zum Ball suchen und holen, was auch nicht gerade Freude bei Gärtnern hervorruft.
Das alles wäre vermeidbar, oder wenigstens nur in sehr geringem Umfang möglich, wenn die Auftraggeber, Projektanten und Abnehmer dieses Schulsportplatzes dieses bedacht hätten, zumal an der gegenüberliegenden Seite, zum Fahrweg hin, eine größere Absperrung errichtet wurde. Die Leidtragenden sind jetzt nicht nur die Kleingärtner, sondern auch die Ballspieler, das Lehrpersonal und, wie in dem Schreiben benannt, der Schuldirekter. Dem hat das Schulverwaltungsamt den Hut aufgesetzt, aber für mich hat nur der den Hut auf, der das Projekt, so wie es erstellt wurde, auch in Auftrag gegeben hat. Ich glaube nicht das da der Schuldirektor die alleinige Verantwortung trägt.
Neben einem höheren und breiteren Abgrenzungszaun hat man übrigens noch etwas vergessen, nämlich eine Tribüne. Dort hätten sich alle wirklich Verantwortlichen dann draufsetzen können und beobachten, wie die Schüler durch die Nutzung des Platzes zum Ballspielen mehr oder weniger zwangsläufig Schul- und Privateigentum zerstören, Hausfriedensbruch durch Eindringen in Grundstücke begehen und wie sich dann manchmal das Lehrpersonal und manche Schüler hilflos gegenüber einigen Kleingärtnern zu rechtfertigen versuchen.