Wir waren in der Staatsoperette Dresden und haben uns das "Spitzentuch der Königin" von Johann Strauß angesehen und wir waren begeistert. Strauß-Musik ist für uns unübertroffen schön. Die Darstellung der Schauspieler hat uns sehr gut gefallen, an der Kulisse gab es nichts zu deuteln, nur das Puplikum benahm sich wieder als würden es im Stadl sitzen und beklatschte jede Aktion. Man ist schon froh, dass nicht noch während der Arien im Rhythmus geklatscht wird. Wer sich für den Inhalt interessiert, kann sich
hier informieren.
Und weil es uns so gut gefallen hat, habe ich im Internet einfach mal nach weiteren Hintergundinformationen gesucht und war entsetzt. Da stolperte ich zuerst über diese
Kritik. Vernichtend, aber für uns nicht nachvollziehbar. Die Regisseurin Arila Siegert wird derart schlecht gemacht, dass ich schon Zweifel habe, ob die Kritiker im gleichen Stück waren.
Dann "lief" mir dieser noch
dieser Knatsch hier übern Bildschirm. Ein Streit, ob nun Coburg oder Dresden das Werk wieder entdeckt hat und wer es nun richtig oder falsch interpretiert usw. usw. Mir, als Publikum, ist das eigentlich völlig egal. Ich wäre wegen der Operette sowieso nicht nach Coburg gefahren. Natürlich gibt es auch dazu wieder eine
Gegendarstellung.
Was soll das Ganze eigentlich? Was richtig und falsch ist könnte doch bestenfalls
Johann Strauß persönlich sagen, und der ist bereits tot. Mir hat das Stück so viel gegeben, dass man erstaunliche Parallelen zur Gegenwart ziehen kann.
Eines habe ich auch gelernt. Lies nie Kritiken, auf keinen Fall vor dem Stück und hinterher bringt's auch nicht viel.